VORWORT

Überall im Internet treffen wir aus sie, BLOGs. Blogbeiträge fleissiger Bienen die über verschiedene Themen des Lebens schreiben.

Nicht nur Private und Berufsblogger nutzen diese öffentlichen Tagebucheinträge, immer mehr Firmen machen da auch mit. Wir als klitzekleine Firma haben uns, ähnlich wie bei den Videos, lange geziert. Und tuns eigentlich immer noch.

Jetzt sitze ich hier und tippe ein kleines Vorwort, da ich vor Aufregung nicht recht weiss, was ich machen soll. Stelle ich diesen Text nun tatsächlich online, sichtbar für die ganze Welt oder lösch ich ihn doch einfach besser?

So ähnlich wie der Auftritt meiner Mutter in unserem Video(s), muss ich jetzt wohl über meinen eigenen Schatten springen. Für die Aussenwelt ist dieser kleine Beitrag sicher nichts besonderes. Mir aber schlägt das Herz bis zum Hals.

Ehrlich gesagt war ich auch ein wenig überrascht was da auf einmal alles stand, aber dieses Thema brodelte schon lange in mir. Eine simple Sache, wie die Nutzung des Spruch’s “Kleider machen Leute”. Und trotzdem hat es sich – ohne entsprechende Erklärung – einfach nicht richtig angefühlt, es zu erwähnen.

Nun denn, read on people 😉 und seid gnädig mit mir :).

Kleider machen Leute

(Die Zweite)

Selten gab es einen Ausruf der treffender kaum sein könnte. Ein so simpler und kurzer Spruch. In dem so viel Wahrheit steckt.

Natürlich gibt es auch die Fraktionen, die dem damit vermeintlich unumgehenden verbundenen Konsum mit drust gegenüber stehen. Aber wahrlich bedeutet dies doch eigentlich nur, sich ordentliche, für den Zweck passende Kleidung zu kaufen. Und kaufen müssen wir uns die Dinge alle irgendwann.

Die Kunst die richtige Wahl zu treffen ist es.

Als Mitglied in der Bekleidungsinsdustrie scheint dieser Spruch nur fürs Geschäfte machen gut zu sein. Bzw. wird er in Verbindung mit Läden im ersten Moment nur als ein solcher angesehen. Darum habe ich mich bisher gesträubt diesen Spruch irgendwo zu verwenden. Aber die Wahrheit ist, es steckt so viel mehr dahinter.

Eine andere unumstößliche Wahrheit:

Das Auge isst mit

Studien und unabhängige Tests beweisen dies teils auf amüsante Art und Weise immer wieder. Ein Großteil der Welt ist schon lange, bzw. war schon immer, ein Nahrungsmittelkonsument von Insekten. Wenn bei uns auf der Strasse jemand mit offensichtlichen Insektengerichten hausieren geht, wird er, abgesehen von den ein oder anderen Mutproben kaum Freunde dieser Küche finden. Sind diese aber, sagen wir mal, in anderer ansehnlicherer Form dem Unwissenden präsentiert, ist die Hemmschwelle schon fast weg. Und sollten die Insekten verschwiegen werden, gar sowieso.

Unsere Wahrnehmung reagiert auf schöne Dinge mit Sympathie und Gefallen. Es zieht uns unumgänglich an. Eine rebellische Phase machen wir wohl alle mal durch, aber am Ende, irgendwann zieht es uns doch zu den schönen Dingen. Zu den gepflegten. Es vermittelt Sicherheit und Geborgenheit. Kontrolle. Kontrolle vermittelt man ist der Herr seiner Sinne und seines Lebens.

Und nicht zu selten bedeutet eine Entwicklung von matschigen Kutschenwegen zu später geteerten Strassen nicht nur ein ansehnlicheres Bild, sondern vorallem auch Schutz, Sicherheit und sogar Gesundheit.

Für alle Lebenslagen haben wir uns so weiterentwickelt – und tun es immernoch – um den Situationen jeweils richtig gewappnet gegenüber zu stehen.

Funktionelle Kleidung für Jahreszeiten, Sport, Gartenarbeiten, Reparaturen usw. Wir treffen auf nicht ganz so reibungslose Abläufe und wir streben an eine bessere Lösung zu finden. Wir wachsen mit Ihnen.

Kleidung gibt uns die Kraft, uns zu verwandeln. Uns für die bevorstehende Arbeit entsprechend auszurüsten. Aber noch viel wichtiger ist, welche Wahrnehmung Kleidung für uns kreiert.

Kleider machen Leute

Indem wir uns gut kleiden, werden wir von unseren Mitmenschen anders wahrgenommen. Wir werden ernster genommen. Man traut uns mehr zu. Sogar Vertrauen in fremde Menschen ist oft größer, wenn derjenige anständig gekleidet ist.

Es gibt immer ein für und ein wieder. So soll es auch sein. Wir brauchen ein gewisses Gleichgewicht. Deswegen gibt es diese und jene Parteien und Meinungen.

Es ist das Innere das zählt.

Ganz genau. Ist der schöne Schein erst mal verblasst, lernen wir die Menschen erst richtig kennen. Und unser Vertrauen kann da mitunter dran brechen. Denn die Wahrheit ist, immer mal gibt es einen

Wolf im Schafspelz.

Die schönsten können die bösesten sein. Der unscheinbarste die herzlichsten und ehrlichsten. Und manchmal versteckt sich in der Packung auch was auf die Aufschrift schon versprach.

Wo führt uns nun unsere Wahrnehmung hin?

Nach aussen hin, in der Betrachtung anderer und von der Betrachtung anderer müssen wir noch viel lernen. Wir müssen aufmerksam sein. Fair. Die Welt ist wie sie ist. Sie steckt voller Überraschungen und nimmt uns so die Tristheit des Alltags. Man staunt und wundert. Sei es nun gut oder schlecht.

Was hält nun dieser Spruch „Kleider machen Leute“ für uns wirklich bereit?

Meiner Meinung nach den wichtigsten Part in unserem Leben. Ein erster Schritt.

Die eigene Wahrnehmung.

Es ist nunmal so. Die einfachsten Sprüche sind die wahrsten:

Man lebt nur einmal.

Vom Moment unserer Geburt wachsen wir, wir lernen und entwickeln uns. Wir werden vom Kind zum Teenager. Von jungen Erwachsenen zu Erwachsenen. In irgendwo in diesen Phasen sollten wir gefunden haben, wer wir sind. Insbesondere die Teenager und junge Erwachsenen Jahre sollen uns helfen bessere Entscheidungen zu treffen. Nun, vielleicht nicht gleich so hoch gegriffen 😉 Entscheidungen an sich sind oftmals schwer genug gefallen. Wir hängen uns teilweise an andere ran. Die Vorbilder. Oder wir finden jemanden, der den schwierigen Part, die Entscheidungen, für uns trifft. Denn unser Leben besteht fortwährend aus Entscheidungen.

Meist merkt man garnicht wie schwierig das eigentlich ist. Man findet sich meist in einer Lebenssituation in der man vermeintlich angekommen ist. In der alles passt. Man hat sich gefunden.

Aber, erst wenn man in eine andere Lebenssituation geworfen wird merkt man, ob man sich tatsächlich kennt. Für manche kommt dieser Moment früher, für manche später, und für manche garnicht. Den einen hat ihr Umfeld und eigene Einstellung wahrlich geholfen anzukommen, die anderen stehen auf einmal an einem Punkt in ihrem Leben in denen ihnen bewusst wird, so ganz selbst kennengelernt hat man sich noch nicht.

Auf den eigenen Beinen stehen.

Was hat das nun mit der eigenen Wahrnehmung zu tun, um den roten Faden „Kleider machen Leute“?

Wir leben nur einmal.

Das wichtigste ist wohl, was die Kleidung für uns selbst vollbringt. Gut gekleidet verändert es unser Selbstbild. Die Körpersprache verändert sich. Die Schultern aufrecht, der Rücken gerade, der Gang sicher. Das sind immer wieder faszinierende und wunderschöne Momente. Oftmals traut man sich selbst nicht, dem eigenen Bild, man kann es nicht glauben. Man ist trotz allem verhalten. Hier aber kommt der Übergang zum Umfeld hinzu. Die Wahrnehmung anderer. Die Komplimente, ein Lächeln, ein zustimmendes Kopfnicken. Und dann traut man sich so langsam aus seinem Schatten heraus.

Wir entfalten uns zu unserem – hoffentlich vollen – Potential.

Und das schönste daran: Man braucht keine Markenbekleidung um dieses Ziel zu erreichen. Man kann sich sogar viel mehr leisten wenn man sich nicht durch großen Markennamen definieren lässt. Man sollte nur das nehmen was einem gefällt und kleidet, sei es nun Marke oder nicht.

Wir entwickeln mehr Selbstvertrauen. Mut. Vielleicht machen wir endlich die Weiterbildung an die wir schon lange dachten, aber vielleicht annahmen es würde sich für uns nicht lohnen. Vielleicht sprechen wir andere Menschen an? Planen eine Reise. Fragen nach der lang verdienten Gehaltserhöhung, eine Beförderung. Nehmen eine neue Sportart auf. Trauen den Sprung in unbekannte Gewässer beruflich oder privat.

Eine andere Wahrnehmung uns selbst und durch andere bewirkt oft Wunder.

Man fühlt sich freier, selbstsicherer und geht auf andere zu. Eine nie gewusste Last ist von den Schultern geschwunden.

Ein wundervolles Gefühl.

Wir müssen uns bewusst werden, das jeder seinen eigenen besonderen Wert hat. Wir sind nicht auf der Welt um anderen zu gefallen und „to do theire bidding“.

Nein, wir sind da um uns zu freuen, zu lachen, zu weinen, uns für etwas einzusetzen, Überzeugungen zu haben. Werte. Wir sind hier um das beste aus dem zu machen was wir haben, damit zu arbeiten. Glücklich zu sein. Andere Glücklich zu machen.

Uns nicht zu verstecken. Vor uns selbst, oder der Welt.

Und auch das Thema Beziehungen darf hier nicht vergessen werden. Bevor wir uns in jemand anderen verlieben, müssen wir lernen uns selbst zu lieben. Was oft der schwierigste Punkt in unserem Leben ist. Denn nur so können wir in einer fairen, geschätzen und ehrlichen Partnerschaft ankommen. Oder die Kraft aufbringen, aus einer zerstörerischen auszutreten. Erst wenn wir unseren eigenen Wert kennen, kann dieser von anderen gesehen werden. In unserem Erscheinungsbild, in unserem Auftreten, in unseren Grundsätzen und in unseren Taten.

Ein Leben zu führen auf das man mit einem zufriedenen Lächeln zurück blicken kann.

Zum Leben gehört auch Verzicht. Aber man sollte niemals auf die für einen selbst fundamentalen Ziele und Überzeugungen verzichten. Kompromisse sind für die kleineren Uneinigkeiten da. Nicht für die Lebensbestimmenden.

Ich hatte das Glück das ein oder andere mal solch eine Verwandlung zu erleben. Und es zauberte nicht nur mir ein Lächeln ins Gesicht.

 

Die eigene Wahrnehmung ist die eigene Wertschätzung.

Quellen:

Kleider machen Leute (Gottfried Keller)

Das Auge ist mit. (unbekannt)

Wolf im Schafspelz (Bibel)

Es ist das Innere das zählt (unbekannt)

Man lebt nur einmal. (unbekannt)

Auf den eigenen Beinen stehen. (unbekannt)